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Ron Pauls Gesetz \"Audit the Fed\" bringt Notenbanker ins Schwitzen



23. November 2009, 20:18 CET

Vergangene Woche hatte ein Ausschuss des US-Kongresses die Gesetzesvorlage bewilligt, welche jedes Jahr wieder von dem Fed-kritischen Abgeordneten Ron Paul eingebracht wird. "Audit the Fed" soll die geldpolitischen Entscheidungen und andere Geheimdokumente der US-Notenbank Fed Regierungsprüfern zugänglich machen. Dies galt als überraschender Rückschlag für die Bemühungen der Notenbank, ihre geheimen und autarken Entscheidungen verschlossen zu halten. Die Obama-Regierung hatte den Kongress ausdrücklich davor gewarnt, diese Entscheidung zu treffen. Der Schritt ist Ausdruck der Frustration der Volksvertreter über die Fed - über 300 Abgeordnete unterstützten nun erstmals und parteiübergreifend die Initiative von Ron Paul.

Dieser fordert seit langem die Abschaffung des Federal Reserve Systems, welches er regelmäßig als Verursacher der Finanz- und Wirtschaftskrisen seit dem nun fast 100-jährigen Bestehen kritisiert. Daher ist es wenig verwunderlich, dass die Fed sich bedroht fühlt und als Reaktion am Sonntag ihre Warnungen vor dem Gesetz wiederholt. James Bullard, Präsident der Federal Reserve von St. Louis, drohte mit negativen Folgen wie einer viel höheren Inflation, wenn sich die Fed bald einer rigorosen Überprüfung stellen müsste.

Hintergrund ist die Argumentation, dass die Fed durch das Gesetz an Unabhängigkeit einbüßen würde, und die Regierung die Notenbank dann einfacher dazu bringen könnte, das Staatsdefizit mit neu gedrucktem Geld zu bezahlen. Die ungezügelte Geldvermehrung würde dann zu einer stark steigenden Inflation und auch zu höheren Schuldzinsen auf die Staatsschulden führen. Ironischerweise tut die Fed allerdings genau dies bereits seit geraumer Zeit - und James Bullard kündigte gar in ein und derselben Mitteilung an, weiterhin Schuldtitel monetarisieren zu wollen. In den folgenden Minuten schoss der Goldpreis in die Höhe, auf ein neues Allzeithoch. Die Fed verursacht damit die angedrohten Konsequenzen im gleichen Atemzug selbst - und verleiht dem Vorhaben von Ron Paul damit um so mehr Legitimation.

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Kommentare
1.
Nov 25, 2009 9:02pm

Ein guter Artikel über Ron Pauls "Federal Reserve Tranparency Act". Ich hoffe bald noch mehr darüber zu lesen und auch zu hören. Von Transparenz ist bei Obama ja leider seit seinen Wahlkampfversprechen nichts mehr zu hören.
2.
Dec 17, 2009 10:01pm

Dazu paßt wie die Faust aufs Auge das Buch v. G. Edward Griffin: "Die Kreatur von Jekyll Island". Untertitel: Die US-Notenbank FEDERAL RESERVE. Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je schuf. ISBN: 3-938516-28-3 (deutsch). Amerikanischer Originaltitel: "The Creature from Jekyll Island".

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